Akte SC Paderborn 07
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Tragisch

Klaus Gjasula und der Karbonhelm vom Sattler

Nach dem Jochbogenbruch 2013 ließ sich Gjasula einen Karbonhelm bauen — und wurde damit zur Ausnahmeerscheinung im deutschen Profifußball.

Aber sie sorgt dafür, dass der Deutsch-Albaner weiter Fußballspielen kann. „Ich habe ihn ja nicht aus modischen Gründen auf, sondern weil ich mich damit sicherer fühle, seit ich mir den Jochbogen gebrochen habe", sagt der Profi des Bundesligisten SC Paderborn. Gjasula ist der einzige Spieler im deutschen Berufsfußball, der sich in der Saison 2019/20 auf diese Art vor Verletzungen schützt.

Kommentare wie „Mädchen" oder „Spiel' lieber Schach" hat Gjasula zu Genüge gehört. Als sich Gjasula im Oktober 2013 den Jochbogen bricht, reicht die übliche Gesichtsmaske bei der Rückkehr auf den Rasen nicht mehr aus. „Also war ich froh, als unser Sponsor mir einen Helm aus Karbon bastelte und mir so ein schnelles Comeback ermöglichte", erzählt Gjasula.

Der gebürtige Albaner läuft damals für den Regionalligisten Kickers Offenbach auf. Die Spezialanfertigung eines Sattlers muss erst noch den Stresstest des Hessischen Fußball-Verbandes überstehen, bevor die Zulassung erfolgt. Das erste Modell fällt noch durch, weil es zu hart ist und die Gegenspieler gefährdet.

Also bessert die Firma nach und mischt Schaumstoff bei. Jetzt erteilt der Verband die Genehmigung. Gjasula zieht den Helm bei offiziellen Spielen nicht mehr aus.

Im Training verzichtet er aber darauf.

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