Für die Hater
Negativrekorde, Trainerverschleiß und zweistellige Demütigungen: das Material, mit dem SCP-Skeptiker den Verein seit der Regionalliga-Zeit bis zum Absturz aus der Bundesliga vorführen.
Die Effenberg-Times 2015/16: 0,8 Punkte pro Spiel
Stefan Effenberg wird in 15 Spielen zum SCP-Trainer mit der schlechtesten Punktausbeute der Vereinsgeschichte.
Der Champions-League-Sieger von 2001 und Ex-Profi von Bayern München und Borussia Mönchengladbach wird – Interimstrainer nicht mitgerechnet – zum SCP-Trainer mit der schlechtesten Punkt-Ausbeute. In 15 Spielen unter der Regie von ,,Effe“ holen die Paderborner nur 0,8 Punkte im Schnitt pro Spiel. Nur ein Jahr nach dem Bundesliga-Abenteuer stehen die oft belächelten Paderborner in der 2. Liga nach dem 0:4 gegen Union Berlin und nur einem Sieg aus den vorangegangenen 17 Spielen (!) auf einem Abstiegsplatz.
Zweitliga-Legende Christian Beeck (u.a. Energie Cottbus) zeigt sich in einer SPORT1-Kolumne im April 2016 entsetzt: ,,Wer nach einem Abstieg in zwölf Monaten so eine Performance ablegt“, schreibt Beeck, ,,der müsste eigentlich in die 3. Liga durchgereicht werden. Das hatte in dieser Saison mit Fußball überhaupt nichts zu tun.“ Hat es wirklich nicht.
Am Saisonende geht der SCP als abgeschlagener Tabellenletzter mit nur 28 Punkten in die Drittklassigkeit.
1:7 in Dortmund: BVB revanchiert sich für das Reus-Foul
Nach dem schweren Foul von Bakalorz an Marco Reus überrollt der BVB Paderborn im DFB-Pokal mit 7:1.
Ganz Dortmund lacht über Paderborn: Dass Marvin Bakalorz BVB-Star Marco Reus am 22. November 2014 beim 2:2 im Bundesliga-Spiel in Paderborn so schwer foult, dass der Halbstürmer zum zweiten Mal in der Spielzeit mit Außenbandanriss im Sprunggelenk ausfällt, hat man in Dortmund nicht vergessen. So wird das DFB-Pokalspiel gegen die Ostwestfalen am 28. Oktober 2015 im Signal Iduna Park zum Fest für die Schwarzgelben. Trotz des 0:1 von Srdjan Lakic überrollt der BVB Paderborn und Trainer Stefan Effenberg – als Ex-Bayernspieler in Dortmund nie gut gelitten – mit 7:1. Es ist die bis dahin höchste Niederlage in allen Wettbewerben für den SCP im bezahlten Fußball!
0:6 bei Sportfreunden Lotte: Drittliga-Tiefpunkt 2016
Im November 2016 demütigt Aufsteiger SF Lotte den frisch abgestiegenen SCP mit einer 0:6-Pleite.
Schlimmer geht immer: Mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga (2016) ist für Paderborn das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Am 19. November 2016 setzt es beim Emporkömmling SF Lotte eine 0:6-Pleite, die höchste Niederlage für Paderborn in der 3. Liga!
Bayern-Besuch 2015: Trikots wichtiger als Fußball
Beim 0:6 gegen den FC Bayern feiert Paderborn die Stars wie beim Pokalfest eines Außenseiters.
,,Ein tolles Erlebnis“ hat der SC Paderborn in der Bundesliga alle zwei Wochen, wenn die Großen in die kleine Arena neben dem Möbelhaus kommen: Besonders freut man sich auf den Besuch des großen FC Bayern, der am 21. Februar 2015 vorbeischaut und mit 6:0 gewinnt. Die Atmosphäre in der Benteler Arena hat etwas von einem Pokalspiel eines absoluten Außenseiters gegen die Bayern und SCP-Coach André Breitenreiter freut sich anschließend über ,,ein tolles Erlebnis“. Die Trikots und die Autogramme der Bayern-Stars sollen an diesem Tag in Paderborn wichtiger gewesen sein als die Leistung auf dem Rasen.
Ärgerlich.
0:6 in Sandhausen: höchste Zweitliga-Niederlage
Mit dem 0:6 beim SV Sandhausen 2015/16 stellt Paderborn die eigene Negativ-Marke aus Aue 2008 ein.
Die Zweitliga-Saison 2015/16: Die Saison 2015/16 hält für Paderborn mehrere Negativ-Werte bereit. Dazu gehört auch die höchste Zweitliga-Niederlage. Ein 0:6 beim SV Sandhausen in der beschaulichen Kurpfalz, Mahlzeit! Damit ist das 0:6 in Aue (2008) eingestellt.
Fremdschäm-Rekorde 2015/16 für die Kritiker
Die Saison 2015/16 liefert eine Reihe von Negativ-Bestmarken, die Paderborn-Skeptiker gerne zitieren.
Weitere Fremdschäm-Rekorde aus jener Saison – sehr zur Freude der Kritiker, die den Klub aus Ostwestfalen ohnehin wohl nie so richtig ernst genommen haben: Die schlechteste Punkt-Ausbeute im Profi-Fußball: 28 Zähler.
28 Zähler: schlechteste Punktausbeute der Klubgeschichte
28 Zähler in einer Saison sind die schlechteste Punktausbeute, die Paderborn je im Profifußball geholt hat.
Die schlechteste Punkt-Ausbeute im Profi-Fußball: 28 Zähler.
Zweimal Rang 18 in Folge: 2014/15 und 2015/16
Paderborn schließt 2014/15 die Bundesliga und 2015/16 die 2. Liga jeweils auf dem letzten Platz ab.
Die schlechteste Platzierung: Rang 18 – das gibt es in Paderborn zweimal in Folge. 2014/2015 in der Bundesliga und ein Jahr später in Liga 2.
Nur sechs Saisonsiege 2015/16
Lediglich sechs Dreier holt Paderborn in der Zweitliga-Spielzeit 2015/16 — Vereinsnegativrekord.
Die wenigsten Siege: Nur sechsmal dürfen die Fans der Schwarz-Blauen einen ,,Dreier“ bejubeln. Union Berlin, der Karlsruher SC, Eintracht Braunschweig und der FSV Frankfurt (alle jeweils 0:2), Fortuna Düsseldorf (1:2) und der FC St. Pauli (3:4) gehören zu den wenigen Gönnern des SCP.
18 Niederlagen 2015/16: Dauer-Kirmes für Hater
Mit 18 Pleiten in einer Saison stellt Paderborn 2015/16 den eigenen Negativ-Rekord auf.
Die meisten Niederlagen: Für Paderborn-Hater ist 2015/16 das ganze Jahr über Kirmes. 18-mal dürfen sie bei Paderborn-Pleiten die Jubelfaust recken.
Nur 28 Tore: Stoppelkamp bester Schütze mit sechs
Mit 28 Saisontoren stellt Paderborn 2015/16 die schwächste Offensive der Klubgeschichte.
Die wenigsten Tore: Lediglich 28 Treffer gelingen der Mannschaft. Bester Torschütze ist noch der nach dem Bundesliga-Abstieg im Kader verbliebene Moritz Stoppelkamp mit sechs Treffern.
Drei Trainer in einer Saison: Müller, Gellhaus, Effenberg
Weder René Müller noch Markus Gellhaus noch Stefan Effenberg können den Abstieg 2015/16 verhindern.
Drei Trainer verschlissen: Im Spieljahr 2015/16 können drei verschiedene Trainer – René Müller ist dabei zweimal im Amt – den SC Paderborn nicht vor dem Abstieg aus der 2. Liga retten. Markus Gellhaus ist als Nachfolger des legendären Aufstiegstrainers André Breitenreiter nach elf Spielen am Ende. Er kommt aber mit 0,91 Punkten immerhin auf einen besseren Schnitt als sein mit viel medialem Getöse installierter Nachfolger Stefan Effenberg, der nach 15 Spielen und nicht mal 150 Tagen wieder weg ist…
15 Spiele ohne Sieg: Sechs Monate Durststrecke 2007
Vom 13. Mai bis 13. November 2007 bleibt Paderborn 15 Spiele ohne Dreier und steigt am Saisonende ab.
Doch es gibt nicht nur in dieser Saison Grund zum Wehklagen: Die längste Serie ohne Sieg dauert genau sechs Monate und erstreckt sich vom 13. Mai bis 13. November 2007 – 15 Spiele. Natürlich steigt man am Saisonende aus der 2. Liga ab.
Sechs Spiele ohne Tor im Frühjahr 2015
In der Rückrunde der ersten Bundesligasaison bleibt Paderborn sechs Spiele am Stück torlos.
Die größte Ladehemmung fällt in die Rückrunde der ersten Bundesligasaison: Vom 21. Februar bis 6. April 2015 bleibt der SCP in sechs Spielen torlos.
Sechs Niederlagen am Stück: Regionalliga-Frühjahr 2003
Vom 3. Mai bis 8. Juni 2003 verliert Paderborn sechs Regionalliga-Spiele in Folge.
Die längste Niederlagenserie fällt ins Frühjahr 2003: Wieder ein Six-Pack, vom 3. Mai bis 8. Juni – in der Regionalliga!
DFL-Lizenz-Check
SCP · GJ 2023-24Der zweite Bundesliga-Absturz
Der Abstieg 2019/20 mit nur 20 Punkten ist klar und deutlich — Paderborn ist als Tabellenletzter chancenlos abgestiegen....
Abstieg 2019/20: 20 Punkte und chancenlos Letzter
Mit nur 20 Punkten beendet Paderborn die Bundesliga-Saison 2019/20 als Tabellenletzter.
Der Abstieg 2019/20 mit nur 20 Punkten ist klar und deutlich — Paderborn ist als Tabellenletzter chancenlos abgestiegen.