Schlüsselfiguren — SC Paderborn 07
Steffen Baumgart: Am 16.
Die Grossen
Steffen Baumgart: Am 16. April 2017 stellt der
Steffen Baumgart: Am 16.
Steffen Baumgart: Am 16. April 2017 stellt der Verein Steffen Baumgart als Nachfolger von Stefan Emmerling vor, um den Verein in letzter Minute vor dem Abstieg in die Regionalliga zu retten. In den letzten fünf Spielen holt Baumgart mit Paderborn elf hervorragende Punkte, kann den sportlichen Abstieg aber trotzdem nicht mehr verhindern. Doch das Glück ist ihm hold: 1860 München verliert am Ende der Saison seine Drittligalizenz und die Westfalen dürfen bleiben.
Vom Klassenerhalt motiviert erreicht Baumgart mit dem SC am Ende der Spielzeit 2017/18 den zweiten Platz und damit den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit 90 Toren schafft Paderborn zeitgleich einen neuen Rekord in der 3. Liga. Nur ein Jahr später schafft der SC den Sprung in die Bundesliga und holt den Westfalenpokal.
Baumgart ist auch wegen seiner Emotionalität und Leidenschaft, die ihm als erstem deutschen Vereinsoffiziellen in der Bundesliga eine gelbe Karte einbringt, bei Spielern und Fans äußerst beliebt. Und er ist ein Anhänger des Offensivfußballs. 4:3 ist besser als 1:0 – das ist die Devise des Ex-Stürmers beim SC Paderborn.
André Breitenreiter: Zwei Jahre lang lenkt Breitenreiter die
André Breitenreiter: Zwei Jahre lang lenkt Breitenreiter die Geschicke in Paderborn.
André Breitenreiter: Zwei Jahre lang lenkt Breitenreiter die Geschicke in Paderborn. Er kommt in der Spielzeit 2013/14, stellt die Mannschaft auf den Kopf und steigt mit ihr am Ende einer grandiosen Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga auf. Doch aufgrund fehlender Rahmenbedingungen im Trainingszentrum, zügelt der Erfolgstrainer zum Beginn der neuen Spielzeit direkt den allgemeinen Überschwang: „Die Euphorie darf nicht zu unrealistischer Selbsteinschätzung werden.
Wenn wir die Klasse halten, ist das eine noch größere Sensation als der Aufstieg”, sagt Breitenreiter 2014 dem „Spiegel“ – er soll Recht behalten. Paderborn schafft die Sensation nicht und steigt trotz einer starken Hinrunde wieder in die 2. Bundesliga ab. Dennoch bleibt Breitenreiter aus Fan-Sicht der Trainer, der die Mannschaft erstmals in die 1. Liga führt und dafür sind sie ihm bis heute dankbar.
Legenden der Vereinsgeschichte
Moritz Stoppelkamp: Ein Elfmeter löst bei Stoppelkamp ledigl...
Moritz Stoppelkamp: Ein Elfmeter löst bei Stoppelkamp lediglich ein müdes Lächeln aus, das ist doch keine Entfernung.
Moritz Stoppelkamp: Ein Elfmeter löst bei Stoppelkamp lediglich ein müdes Lächeln aus, das ist doch keine Entfernung. Der offensive Mittelfeldspieler läuft zwei Jahre lang im Paderborn-Trikot auf und trifft zehnmal für die Ostwestfalen. Am 4. Spieltag der ersten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte schafft Stoppelkamp das schier Unmögliche.
Beim 2:0 gegen Hannover 96 trifft er in den Schlusssekunden aus sagenhaften 82,3 Metern das verwaiste gegnerische Tor. Die Benteler Arena steht Kopf und bejubelt nicht nur das spätere „Vize-Tor des Jahres”, sondern auch die vorübergehende Tabellenführung des Aufsteigers. Bis heute hält Stoppelkamp mit dem Tor in der 93. Minute den Distanzrekord in der Bundesliga.
Daniel Brückner: Der linksfüßige Mittelfeldspieler gehört au...
Daniel Brückner: Der linksfüßige Mittelfeldspieler gehört auch nach seinem Abgang zu den beliebtesten Spielern in der Geschichte Paderborns.
Daniel Brückner: Der linksfüßige Mittelfeldspieler gehört auch nach seinem Abgang zu den beliebtesten Spielern in der Geschichte Paderborns. Brückner kommt 2009 und trägt bis 2016 das blau-schwarze Trikot. In 197 Einsätzen trifft er 14-mal und feiert mit dem Verein den ersten Bundesligaaufstieg in der Geschichte.
In seiner ersten Saison beendet Paderborn die Spielzeit auf dem fünften Tabellenplatz, was Brückner nicht nur einen Platz in der vom Fachmagazin “Kicker” zusammengestellten Elf des Jahres beschert, sondern auch die Auszeichnung des „Spielers der Saison” durch die Paderborner Fans. Brückners Kampfgeist trägt aktiv zum Bundesliga-Aufstieg der Mannschaft 2014 bei, so dass auch die ein Jahr spätere Suspendierung nichts an seinem Ansehen kratzen kann.
Unvergessen
Wilfried Finke: Der Möbelunternehmer ist zu Lebzeiten der
Wilfried Finke: Der Möbelunternehmer ist zu Lebzeiten der größte Unterstützer des SC.
Wilfried Finke: Der Möbelunternehmer ist zu Lebzeiten der größte Unterstützer des SC. Von April 1997 bis Mai 2018 ist der gebürtige Paderborner Präsident und Hauptgeldgeber seines Heimatvereins. Während seiner Amtszeit steigt der SC viermal in die zweite Bundesliga (2005, 2009, 2011, 2018) sowie einmal in die Bundesliga (2014) auf.
Finke glaubt stets an die Erstklassigkeit „seines” Vereins und setzt sich unter anderem für den Bau eines neuen Stadions ein. Er gilt als treibende Kraft für die Errichtung der neuen Spielstätte sowie des Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums. Der millionenschwere Geschäftsmann eckt zwar mit seinem Tatendrang bei der Politik gelegentlich an, wird vereinsintern aber stets geschätzt.
Auch für die Idee der Ausgliederung der Profimannschaft in eine Kapitalgesellschaft, um auch nach seinem Scheiden für finanzielle Sicherheit zu sorgen. Ohne ihn wäre der SC Paderborn nicht das, was er heute ist.