Akte SC Paderborn 07
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09 Personae

Personae Non Gratae — SC Paderborn 07

Stefan Effenberg: Es ist ein kurzes Intermezzo zwischen Effenberg und Paderborn.

Die Unerwünschten

Stefan Effenberg: Kurzes Trainer-Intermezzo ohne Lizenz

Im Oktober 2015 holt Präsident Finke Effenberg als Retter — fünf Monate später ist der Trainer ohne Lizenz wieder weg.

Es ist ein kurzes Intermezzo zwischen Effenberg und Paderborn. Von Präsident Finke hochgepriesen, kommt „Effe” im Oktober 2015 nach Paderborn, um den auf dem 15. Tabellenrang stehenden Verein aus der Krise zu führen. 600 neugierige Zuschauer kommen zum ersten Training und nach einem 2:0-Sieg gegen Braunschweig scheint Effenberg vollends akzeptiert zu sein.

Doch der Hype hält nicht an: Nach fünf Monaten und am Ende zwölf sieglosen Spielen in Serie zieht der einst so begeisterte Präsident die Reißleine.

Seine Pressekonferenz zur Entlassung ist bis heute legendär. Die ständige mediale Aufmerksamkeit durch Skandalnudel Effenberg – Führerscheinentzug und fehlende Trainerlizenz eingeschlossen – sorgen, in Kombination mit den ausbleibenden sportlichen Erfolgen, für Effenbergs schnelles Ende beim SC.

Paderborn gibt dem ehemaligen Weltklassespieler die Chance ins Trainergeschäft bei den Profis einzusteigen – er nutzt sie nicht. Ganz im Gegensatz zu einigen Vorgängern, der SCP gilt als Trainerschmiede: Jos Luhukay, Roger Schmidt, André Schubert und zuletzt André Breitenreiter gelangen über Paderborn in die Bundesliga.

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Wie Hoyzer Paderborn zum Schauplatz des größten Wettskandals machte

Für 64.000 Euro und einen Plasmafernseher verpfuscht Hoyzer das DFB-Pokalspiel gegen den HSV — Wettbetrüger gewinnen 700.000 Euro.

Das Ende seiner Schiedsrichterkarriere ist in Paderborn. In der ersten Runde des DFB-Pokals manipuliert Hoyzer das DFB-Pokalspiel Paderborn gegen den HSV. Hoyzer bekommt für den Betrug 64.000 Euro und einen Plasmafernseher, die Wettbetrüger machen 700.000 Euro Gewinn mit dem sabotierten Spiel.

Am Ende fliegt alles auf, doch Paderborn bleibt auf ewig mit dem größten Wettskandal der deutschen Fußballgeschichte verbunden – wenn auch unfreiwillig.

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35
von 100

SCP — Financial Stability Score

RobustNiedriges Kostenniveau
Platz 20 der Bundesliga · Liga-Ø 58

SC Paderborn — Detaildaten werden nachgepflegt. Kleinster Markt, aber effizient geführt.

Dunkle Kapitel

Christian Beeck nennt Paderborns Aufstieg Glück — und behält recht

Der Sport1-Kolumnist und Ex-Unioner sagt zum Saisonstart 2015/16 den Absturz Paderborns voraus — und liegt richtig.

Der Sport1-Kolumnist zerlegte Paderborn in einem Kommentar zum Saisonstart 2015/16 gnadenlos. Mit „Paderborn hat einen klassischen Fehlstart hingelegt. Aus meiner Sicht hat der SC die Situation komplett unterschätzt”, beginnt der ehemalige Spieler von Union Berlin seinen Rundumschlag.

„Die Tendenz ist so, dass der Verein wahrscheinlich wieder dort landet, wo er vor zwei Jahren hergekommen ist, nämlich im unteren Teil der 2. Liga”, wütet er weiter und bezeichnet Paderborns Bundesliga-Aufstieg als „Glück”.

Die Paderborner sehen in seinen Aussagen eine bösartige Diffamierung, müssen aber am Saisonende einsehen, dass er so falsch nicht gelegen hat.

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Ante Sapina: Der Drahtzieher aus dem Berliner Café King

Vom Café King aus manipuliert Sapina mit seinen Brüdern Spiele in Deutschland und Europa — bis Hoyzer auffliegt und ihn mitreißt.

Der Kroate gilt als Mastermind und Drahtzieher des Wettskandals 2005. Mit Hilfe seiner beiden Brüder manipuliert er aus dem Berliner Café King heraus Fußballspiele in Deutschland und Europa. Robert Hoyzer ist einer seiner Helfer. Pech: Die Entdeckung von Hoyzer führt zur Entdeckung von Sapina und 2005 zur Verurteilung durch das Landgericht Berlin wegen Betrugs und einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten.

Das Urteil wird 2006 vom 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes bestätigt.

Im Juli 2008 wird Ante Šapina entlassen. In einem Zivilprozess am Landgericht Berlin einigt sich Sapina 2007 mit der Deutschen Klassenlotterie Berlin auf die Rückzahlung von 1,8 Millionen Euro aus ungerechtfertigten Gewinnen.

Den Imageschaden, den der SCP ihm verdankt, mildert das nicht.

Ante Sapina – das Mastermind: Der Kroate gilt als Mastermind und Drahtzieher des Wettskandals 2005. Mit Hilfe seiner beiden Brüder manipuliert er aus dem Berliner Café King heraus Fußballspiele in Deutschland und in ganz Europa. Robert Hoyzer ist einer seiner Helfer. Pech: Die Entdeckung von Hoyzer führt zur Entdeckung von Sapina und 2005 zur Verurteilung durch das Landgericht Berlin wegen Betrugs und einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten. Das Urteil wird 2006 vom 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes bestätigt. Im Juli 2008 wird Ante Šapina entlassen. In einem Zivilprozess am Landgericht Berlin einigt sich Sapina 2007 mit der Deutschen Klassenlotterie Berlin auf die Rückzahlung von 1,8 Millionen Euro aus ungerechtfertigten Gewinnen. Den Imageschaden, den der SCP ihm verdankt, mildert das nicht.

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Häufige Fragen

Wer sind die umstrittensten Figuren bei Paderborn?
SC Paderborn 07 hat auch kontroverse Persönlichkeiten erlebt — Menschen, die dem Verein geschadet oder ihn gespalten haben.
Welche Spieler sind bei Paderborn in Ungnade gefallen?
Von erzwungenen Abgängen bis zu öffentlichen Fehden — die unerwünschten Figuren der Vereinsgeschichte.
Gab es grosse Kontroversen bei Paderborn?
Ja. Der Wettskandal 2005 um Schiedsrichter Robert Hoyzer und Drahtzieher Ante Sapina nahm seinen Ausgang beim DFB-Pokalspiel Paderborn gegen den HSV. Hinzu kommt das gescheiterte Trainer-Engagement von Stefan Effenberg 2015/16 mit zwölf sieglosen Spielen in Serie.
Was behandelt Personae Non Gratae?
Stefan Effenberg: Es ist ein kurzes Intermezzo zwischen Effenberg und Paderborn.
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