Es ist ein kurzes Intermezzo zwischen Effenberg und Paderborn. Von Präsident Finke hochgepriesen, kommt „Effe” im Oktober 2015 nach Paderborn, um den auf dem 15. Tabellenrang stehenden Verein aus der Krise zu führen. 600 neugierige Zuschauer kommen zum ersten Training und nach einem 2:0-Sieg gegen Braunschweig scheint Effenberg vollends akzeptiert zu sein.\n\nDoch der Hype hält nicht an: Nach fünf Monaten und am Ende zwölf sieglosen Spielen in Serie zieht der einst so begeisterte Präsident die Reißleine.
Seine Pressekonferenz zur Entlassung ist bis heute legendär. Die ständige mediale Aufmerksamkeit durch Skandalnudel Effenberg – Führerscheinentzug und fehlende Trainerlizenz eingeschlossen – sorgen, in Kombination mit den ausbleibenden sportlichen Erfolgen, für Effenbergs schnelles Ende beim SC.\n\nPaderborn gibt dem ehemaligen Weltklassespieler die Chance ins Trainergeschäft bei den Profis einzusteigen – er nutzt sie nicht. Ganz im Gegensatz zu einigen Vorgängern, der SCP gilt als Trainerschmiede: Jos Luhukay, Roger Schmidt, André Schubert und zuletzt André Breitenreiter gelangen über Paderborn in die Bundesliga.