Akte SC Paderborn 07
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Good to Know — SC Paderborn 07

Der Hoyzer-Skandal beginnt am 21. August 2004 mit Paderborns 4:2 im DFB-Pokal gegen den HSV. Auch SCP-Kapitän Thijs Waterink ist bestochen. Hertha-Profis bleiben unter Verdacht, der Abstieg 2020 mit 20 Punkten beendet das Bundesliga-Intermezzo.

Good to Know

Zu trauriger Berühmtheit kommt der SC Paderborn am 21.

21. August 2004: Paderborn schlägt den HSV 4:2 im manipulierten Pokalspiel

Im Stadion am Hermann-Löns-Weg pfeift Robert Hoyzer zwei umstrittene Elfmeter und einen Platzverweis – der HSV scheidet aus.

August 2004 gegen den Hamburger SV. Im Pokalspiel der Ostwestfalen, damals noch im Stadion am Hermann-Löns-Weg, sorgt Schiedsrichter Robert Hoyzer (Berlin) für ein beabsichtigtes ,,Aus“ des HSV. Paderborn 07 gewinnt mit 4:2, Hoyzer pfeift zwei sehr umstrittene Strafstöße und gibt einen noch umstritteneren Platzverweis gegen den HSV.

Das ist bekannt. Weniger bekannt sind einige spezielle Details rund um den Skandal, die den Verein SC Paderborn 07, weitere DFB-Schiedsrichter, andere Spieler des SC Paderborn und Profis von Hertha BSC betreffen.

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Hoyzers Karriere und die Verbindungen zur kroatischen Wettmafia in Berlin

Seit 2002/03 auf der DFB-Liste, leitete Hoyzer bis August 2004 zwölf Zweitligaspiele – mit dubiosen Entscheidungen, ohne Beobachter im Pokal.

Robert Hoyzer steht seit Beginn der Saison 2002/03 auf der DFB-Schiedsrichter-Liste und hat in seiner Karriere bis zum 21. August 2004 zwölf Spiele der 2. Bundesliga, ferner Begegnungen im DFB-Pokal und in der Regionalliga geleitet. Zeitungen berichten direkt nach dem DFB-Pokalspiel Paderborn gegen den Hamburger SV, den folgenden Ermittlungen und dem Geständnis von Robert Hoyzer, dass der Schiedsrichter aus Berlin regelmäßige Kontakte zu kriminellen Kreisen gehabt habe. DFB-Pressechef Harald Stenger bestätigt schnell, es lägen Hinweise auf Verbindungen zu einer kroatischen Wettmafia ebenfalls aus Berlin vor.

Mehrere Spiele seien systematisch manipuliert worden. Am 28. Januar 2005 werden vier Objekte in Berlin durchsucht und drei Verdächtige vorläufig festgenommen. Der ehemalige FIFA-Fußballschiedsrichter Hellmut Krug, Leiter der DFB-Schiedsrichterabteilung, kritisiert das Kontrollsystem des Verbandes, denn es sei dem DFB schon länger bekannt gewesen, dass Robert Hoyzer dubiose Entscheidungen getroffen habe.

Im DFB-Pokalspiel zwischen Paderborn und Hamburg sei nicht einmal ein Schiedsrichterbeobachter im Stadion gewesen. „Die erste Runde im Pokal wird nie besetzt. Nur in der Bundesliga gibt es bei jedem Spiel Beobachter, die schriftliche Berichte anfertigen“, so Krug.

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Toppmöller verliert den Job, der HSV bekommt 500.000 Euro Entschädigung

Toppmöller verliert seinen Job, der HSV bekommt 500.000 Euro plus Länderspiel-Einnahmen, Mpenzas Rote Karte wird annulliert.

Die Folgen der Manipulation des Pokalspiels sind gravierend. Der damalige Trainer des Hamburger SV Klaus Toppmöller verliert knapp zwei Monate nach der Niederlage seinen Trainerjob und macht in einem späteren Interview das verlorene Spiel gegen Paderborn mitverantwortlich. Der HSV legt nachträglich Protest gegen die Wertung des Spiels und die von Hoyzer verhängte Rote Karte gegen Emile Mpenza ein.

Am 11. Februar 2005 entscheidet der DFB-Sportausschuss, dass es kein Wiederholungsspiel geben könne, da mittlerweile schon zwei weitere Runden im DFB-Pokal gespielt worden seien. Als Entschädigung werden dem Hamburger SV 500.000 Euro und Einnahmen von etwa 1,5 Mio. Euro aus einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft zugesprochen.

Die Sperre von HSV-Stürmer Mpenza wird annulliert.

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SCP-Kapitän Waterink kassiert 10.000 Euro und schindet einen Elfmeter

Paderborn ist nicht nur Opfer, sondern Profiteur: Der Verein darf weiterspielen, Kapitän Waterink wird gesperrt und in die Niederlande abgeschoben.

Die Geschehnisse um Robert Hoyzer und die negativen Folgen für den HSV sind hinlänglich bekannt. Weniger bekannt ist, dass der SC Paderborn nicht nur Opfer der Manipulation, sondern auch Profiteur und Täter ist. Denn trotz des manipulierten Sieges hätte der Verein auch DFB-Pokalsieger werden können.

Er wird nicht aus dem Wettbewerb verbannt, sondern darf weiterspielen. Paderborn übersteht sogar die nächste Runde des DFB-Pokals und scheidet erst im Achtelfinale durch ein 1:4 nach Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg aus. Und nicht nur der Schiedsrichter Robert Hoyzer ist beim Pokalspiel zwischen Paderborn und dem HSV bestochen, auch SCP-Kapitän Thijs Waterink ist manipulationsbereit.

Er nimmt 10.000 Euro Siegprämie im Voraus entgegen und schindet im Einvernehmen mit Hoyzer einen Elfmeter. Waterink verteilt das erhaltene Geld an die zumeist arglose Mannschaft des SCP. Als die Sache auffliegt, wird er bis Saisonende 2004/05 gesperrt und anschließend in seine niederländische Heimat „abgeschoben“.

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Felix Zwayer und Torsten Koop: die mitgesperrten Schiedsrichter

Koop bekommt drei Monate, Zwayer sechs Monate Sperre wegen 300 Euro von Hoyzer – das Urteil hält der DFB bis 2014 zurück.

Was auch gerne übersehen wird: In den Skandal ist nicht nur Robert Hoyzer als Schiedsrichter verwickelt, sondern mehrere „Pfeifenmänner“. Schiedsrichter Torsten Koop wird für drei Monate gesperrt, weil er einen Anwerbungsversuch von Robert Hoyzer erst verspätet beim DFB meldet. Der heutige FIFA-Referee Felix Zwayer wird sogar für sechs Monate gesperrt, weil er die ihm bekannten Spielmanipulationen von Hoyzer nicht dem DFB mitteilt und vor einem Spiel des Wuppertaler SV gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen 300 Euro von Hoyzer annimmt, um als Schiedsrichter-Assistent kritische Situationen für den Wuppertaler SV zu vermeiden.

Der DFB verheimlicht zunächst das Urteil gegen Zwayer. Erst im Jahr 2014 wird die Sache bekannt. Transparenz im DFB-Stil!

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Der ungeklärte Hertha-Verdacht: Madlung, Rafael und Šimunić

Beim 2:3 in Braunschweig am 22. September 2004 trifft Madlung in der 80. Minute ins eigene Tor – Verdacht bleibt bis Dezember 2019 unbewiesen.

Richtig mysteriös, weil auch bis zum Dezember 2019 niemals richtig aufgeklärt: Der Betrugsverdacht gegen drei Spieler von Hertha BSC aus der Bundesliga kann nicht erhärtet, aber auch nicht vollständig entkräftet werden. Die am 29. Januar 2005 festgenommenen Brüder Milan S. und Philip S. (Sie haben Robert Hoyzer bestochen) belasten die Spieler Alexander Madlung, Nando Rafael und Josip Šimunić. Sie hätten zu den Gästen des von Milan S. betriebenen Sportwetten-Café „King“ in der Charlottenburger Rankestraße gehört.

Das Pokalspiel zwischen Hertha BSC und dem damaligen Regionalligisten Eintracht Braunschweig am 22. September 2004 rückt in den Mittelpunkt der Ermittlungen, da beim Zweitrunden-Spiel in Braunschweig sowohl Rafael, Šimunić als auch Madlung zum Einsatz kommen und die Berliner überraschend mit 2:3 verlieren. Der entscheidende Treffer für Braunschweig fällt durch ein Eigentor in der 80. Minute. Der Eigentorschütze ist Alexander Madlung, der vier Minuten zuvor eingewechselt worden ist.

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SCP-Quiz BETA

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Das SCP-Quiz testet dein Wissen ueber SC Paderborn 07 — von der Vereinsgruendung ueber legendaere Spiele bis hin zu aktuellen Bundesliga-Statistiken. Sechs Multiple-Choice-Fragen, vier Antwortmoeglichkeiten, nur eine ist richtig. Nach jeder Frage erfaehrst du den Hintergrund — Fakten, die selbst eingefleischte Fans ueberraschen.

Wie viele Fragen hat das SCP-Quiz?

Das Quiz besteht aus sechs Multiple-Choice-Fragen mit je vier Antwortmoeglichkeiten. Die Fragen decken Vereinshistorie, aktuelle Bundesliga-Daten und Prognosen ab.

Woher stammen die Quizfragen?

Die Fragen werden automatisch aus den Akte-Kapiteln von SC Paderborn 07 generiert — basierend auf ueber 100 recherchierten Fakten, aktuellen Tabellendaten und Oracle-Prognosen.

Wie oft gibt es ein neues Quiz?

Neue Quizfragen erscheinen zweimal pro Woche (Montag und Donnerstag). Die Fragen werden per KI aus aktuellen und historischen Daten zusammengestellt.

Frage 1 von 6

Nach dem Bundesliga-Abstieg: Alltag in Liga zwei

Der Abstieg 2020 als Tabellenletzter mit nur 20 Punkten beendet Paderborns kurzes Bundesliga-Abenteuer.

Abstieg 2020 mit 20 Punkten – Kwasniok formt einen soliden Zweitligisten

Als Tabellenletzter endet Paderborns Bundesliga-Episode 2020; seither etabliert sich der Klub mit kleinem Etat in Liga zwei.

Der Abstieg 2020 als Tabellenletzter mit nur 20 Punkten beendet Paderborns kurzes Bundesliga-Abenteuer. Seitdem spielt der Verein in der 2. Bundesliga. Unter Trainer Lukas Kwasniok etabliert sich Paderborn als solider Zweitligist mit bescheidenem Etat und Fokus auf Nachwuchsarbeit.

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Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Fakten über Paderborn?
SC Paderborn 07 gehört zu den traditionsreichsten Vereinen des deutschen Fussballs. Das Good-to-Know-Kapitel beleuchtet wenig bekannte Hintergründe und überraschende Geschichten aus der Vereinshistorie.
Welche historischen Wendepunkte gab es bei Paderborn?
Der größte Wendepunkt ist das DFB-Pokalspiel am 21. August 2004 gegen den HSV, das Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert. Paderborn gewinnt 4:2, übersteht sogar die nächste Runde und scheidet erst im Achtelfinale gegen Freiburg aus. 2020 folgt der Bundesliga-Abstieg als Tabellenletzter mit 20 Punkten.
Was macht Paderborn besonders?
SC Paderborn 07 hat eine einzigartige Identität im deutschen Fussball. Das Kapitel erklärt, was den Verein von anderen unterscheidet.
Was behandelt Good to Know?
Zu trauriger Berühmtheit kommt der SC Paderborn am 21.
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