Akte SC Paderborn 07
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Hoyzers Karriere und die Verbindungen zur kroatischen Wettmafia in Berlin

Seit 2002/03 auf der DFB-Liste, leitete Hoyzer bis August 2004 zwölf Zweitligaspiele – mit dubiosen Entscheidungen, ohne Beobachter im Pokal.

Robert Hoyzer steht seit Beginn der Saison 2002/03 auf der DFB-Schiedsrichter-Liste und hat in seiner Karriere bis zum 21. August 2004 zwölf Spiele der 2. Bundesliga, ferner Begegnungen im DFB-Pokal und in der Regionalliga geleitet. Zeitungen berichten direkt nach dem DFB-Pokalspiel Paderborn gegen den Hamburger SV, den folgenden Ermittlungen und dem Geständnis von Robert Hoyzer, dass der Schiedsrichter aus Berlin regelmäßige Kontakte zu kriminellen Kreisen gehabt habe. DFB-Pressechef Harald Stenger bestätigt schnell, es lägen Hinweise auf Verbindungen zu einer kroatischen Wettmafia ebenfalls aus Berlin vor.

Mehrere Spiele seien systematisch manipuliert worden. Am 28. Januar 2005 werden vier Objekte in Berlin durchsucht und drei Verdächtige vorläufig festgenommen. Der ehemalige FIFA-Fußballschiedsrichter Hellmut Krug, Leiter der DFB-Schiedsrichterabteilung, kritisiert das Kontrollsystem des Verbandes, denn es sei dem DFB schon länger bekannt gewesen, dass Robert Hoyzer dubiose Entscheidungen getroffen habe.

Im DFB-Pokalspiel zwischen Paderborn und Hamburg sei nicht einmal ein Schiedsrichterbeobachter im Stadion gewesen. „Die erste Runde im Pokal wird nie besetzt. Nur in der Bundesliga gibt es bei jedem Spiel Beobachter, die schriftliche Berichte anfertigen“, so Krug.

Die Mutter aller Skandalspiele im DFB-Pokal: Paderborn vs. Hamburger SV im Jahr 2004. Schiedsrichter Robert Hoyzer. Foto: Imago Images
Die Mutter aller Skandalspiele im DFB-Pokal: Paderborn vs. Hamburger SV im Jahr 2004. Schiedsrichter Robert Hoyzer. Foto: Imago Images